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< Zurück zur Übersicht Mitmach-Aktion des Deutschen Hebammen Verbandes:
Fordern Sie ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz!
07.12.2018 - 12:45 Uhr Wir brauchen unsere Hebammen.
Und zwar so, dass Frauen und ihre Familien die beste Betreuung rund um Schwangerschaft und Geburt bekommen. Das heißt: ausreichende Versorgung mit Hebammenhilfe im ganzen Land. Das gelingt nur mit besseren Arbeitsbedingungen sowie einer realistischen Planung und Finanzierung.

Flächendeckende Versorgung
Was ist das Problem? Hebammen gibt es in ganz Deutschland. Aber nicht an jedem Ort arbeiten so viele wie gebraucht werden. Schon in den Städten ist es schwierig, eine Hebamme zu finden, die noch Termine frei hat. Und in ländlichen Regionen gibt es einfach oft keine Hebamme mehr oder sie ist zu weit weg. Kinder richten sich aber bei ihrer Geburt nicht nach der Entfernung zur nächsten Hebamme. Wir brauchen deshalb eine flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe, damit jede Frau rund um Schwangerschaft und Geburt betreut werden kann.

Umfassende Betreuung
Was ist das Problem? Eine Hebamme betreut Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt. Das ist gut für alle, denn je genauer die Hebamme Mutter und Kind kennt, desto besser kann sie die Eltern unterstützen.

Leider ist das heute teils nicht mehr möglich. Hebammen, die beispielsweise in Krankenhäusern arbeiten, betreuen meist mehrere Geburten gleichzeitig. Eine individuelle Begleitung, wie sie sich Eltern wünschen, ist im stressigen Schichtbetrieb oft unmöglich.

Versicherungsbeiträge
Wo ist das Problem? Immer wieder geht durch die Medien, dass die Haftpflicht-Versicherungsbeiträge für freiberufliche Hebammen, die Geburtshilfe leisten, kaum noch bezahlbar sind. Die Beiträge steigen weiter, Jahr für Jahr. 2015 wurde als Zwischenlösung ein Sicherstellungszuschlag eingeführt, der einen Großteil dieser Beiträge für viele Hebammen ausgleicht und eine deutliche Entlastung bringt. Trotzdem ist das keine endgültige Lösung, da die Versicherungsprämien weiter steigen und damit der Anteil, den die Hebammen selber bezahlen müssen, jedes Jahr größer wird. Der Hebammenverband fordert deshalb Haftungsobergrenzen und einen Haftungsfonds.

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