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Rendsburg (epd). Die Nordelbische Kirche unterstützt den Protest der Hebammen gegen die stark angestiegenen Beiträge für die Berufshaftpflicht. Einstimmig beschloss die Synode (Kirchenparlament) am Sonnabend in Rendsburg einen Antrag, der eine flächendeckende Versorgung junger Familien durch Hebammen fordert. Außerdem soll die Vielfalt der liturgischen Gewänder erhalten bleiben. Beschlossen wurde auch eine neue Initiative zum Klimaschutz. Ein neues "Glaubensbuch" soll das christliche Glaubensgespräch fördern.

Die Schleswiger Bischofskanzlei plant gemeinsam mit dem Hebammenverband eine Unterschriftenaktion vom 6. Dezember bis 6. Januar 2011. Es dürften nicht noch mehr Hebammen ihre Arbeit aufgeben, sagte der Schleswiger Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard. Notwendig sei eine Vereinbarung zwischen Versicherungen und Krankenkassen zur Entlastung der Hebammen. Anlass ist, dass ihre Haftpflichtprämien seit Juli um über 50 Prozent auf rund 3.700 Euro pro Jahr erhöht wurden.

 

Pastorinnen und Pastoren im Gottesdienst sollen auch weiterhin vielfältige liturgische Kleidung tragen dürfen. Eine entsprechende Ordnung wurde von der Synode befürwortet. Eine bunte Stola ist danach erlaubt, wenn sie den liturgischen Farben entspricht. Neben dem preußischen Talar in schwarz darf auch die Albe in weiß getragen werden. Über Einzelheiten müssen sich Pastoren und Kirchenvorstand einigen. Außer dem Amtskreuz sollte im Gottesdienst allerdings kein Schmuck getragen werden.

Auf der letzten Synodentagung ihrer Geschichte im März 2012 wird sich die Nordelbische Kirche mit dem Klimawandel beschäftigen. Gesucht werde eine Vision, wie ein Leben ohne CO2-Ausstoß im Jahre 2050 aussehen könnte, sagte der Bischofsbevollmächtigte Magaard. Der "energiehungrige Lebensstil" der Industrieländer führe in den Entwicklungsländern zu Dürren und Überschwemmungen. Pfingsten 2012 wird sich Nordelbien mit den Landeskirchen Mecklenburg und Pommern zur Nordkirche zusammenschließen.

Nach einem Votum der mecklenburgischen Synode am Sonnabend sollen die Tagungsorte für die Verfassunggebende Synode noch einmal unter Klimagesichtspunkten überprüft werden. Hintergrund ist, dass der Betreiber des Van-der-Valk-Resort in Linstow (Kreis Güstrow) auch das Alpincenter in Wittenburg mit seinem sehr hohen CO2-Ausstoß betreibe. Die mecklenburgische Synode kritisierte auch die Atompolitik der Bundesregierung.

Unter dem Motto "Mehr Himmel auf Erden" will die Kirche mit einem neuen "Glaubensbuch" das Gespräch über den christlichen Glauben fördern. Es soll eine Einladung sein, sich gemeinsam auf die Suche nach den Schätzen des eigenen Glaubens zu machen, sagte Pastorin Ulrike Brand-Seiß bei der Buchvorstellung. Nach den Worten von Bischof Gerhard Ulrich soll es Menschen zum Nachdenken darüber anregen, was sie inspiriert und "wo ein Stück vom Himmel auf Erden in ihrem Leben ist". Das "Glaubensbuch" kann für fünf Euro unter 040/30 620 1125 begin_of_the_skype_highlighting 040/30 620 1125 end_of_the_skype_highlighting oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellt werden.